Digitale Produkte

Digitale Produkte

Juni 21, 2020 0 Von onlinebusinessmagazin

Was sind digitale Produkte?

„Digitale Güter sind Produkte oder Dienstleistungen ohne Bindung an ein physisches Trägermedium, die in Form von Binärdaten* dargestellt, übertragen und verarbeitet werden können. Es sind immaterielle Güter zur Bedürfnisbefriedigung, die sich mit Hilfe von Informationssystemen entwickeln, vertreiben oder anwenden lassen.“ (…) „Loebbecke definiert „online delivered content“ als Daten, Information und Wissen, welche über das Internet oder über andere Netze gehandelt werden.“ ( Tamm/Günther 2005: 63ff)

Warum sind digitale Produkte so erfolgreich?

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum digitale Produkte erfolgreich verkauft werden. Die Nachfrage ist da, da digitale Produkte den Konsumenten viele Vorteile bieten (direkt abruf- und/oder konsumierbar oder da es ermöglicht, orts- und zeitunabhängig zu Arbeiten). Seitens des Herstellers gibt es ebenso so viele Vorteile. Hier eine Zusammenfassung einiger Vorteile der digitalen (Informations) Produkten, aus betriebswirtschaftlicher Sicht: 

  • Es fallen vergleichsweise geringe Herstellungskosten an. 
  • In der Regel entstehen dir keine Vorhaltungs/Lagerhaltungskosten.
  • Du benötigst einen überschaubaren Speicher, da du überschaubare Speicherplatz-Kapazitäten, die auf ins Internet ausgelagert werden können (virtueller Speicher, Cloud Online Speicher wie z.B. Amazon S3)
  • einmal erstellt, fallen für digitale Produkte geringe Folgekosten an (Updates, neue Versionen). 
  • einmal erstellt, kannst du sie immer wieder erweitern, modifizieren oder gar in ein neues Produkt einflechten. 
  • Dein digitales Produkt ist außerdem jederzeit aktualisierbar und änderbar.
  • keine Reproduktionskosten, da unlimitiert downloadbar. 
  • digitale Produkte haben kein Verfallsdatum. 
  • Verkauf und Marketingprozesse sind nahezu 100% automatisiert möglich.
  • exakte Analyse des Marketingerfolges ist messbar. Dazu kannst du die Services unterschiedlicher Anbieter (Marketing oder Webinaranbieter) nutzen. 
  • ohne großen Aufwand sind auch globale Aktivitäten möglich.
  • digitale Produkte können über Online Marketing Plattformen ohne teure Logistik-Kosten zuverlässig von A bis Z abgewickelt werden (Verkauf, Zahlungsabwicklung, Affiliate-Provisionen etc.)

Patrick Hundt schuf den sehr erfolgreichen Blog 101places.de. 101 Places ist mit monatlich bis zu 110.000+ Besuchern zu einem der größten deutschen Reiseblogs herangewachsen. Patrick hat auf dem Affenblog „8 gute Gründe, warum du digitale Produkte verkaufen solltest“ vorgestellt:

  1. Du wirst von deiner Zielgruppe bezahlt.
  2. Deine Arbeit wird wertgeschätzt.
  3. Du „erziehst“ deine Leser.
  4. Du bist unabhängig.
  5. Es gibt keine Interessenkonflikte.
  6. Du wirst als Experte wahrgenommen.
  7. Du zehrst jahrelang von deinem Produkt.
  8. Du erarbeitest dir einen Wettbewerbsvorteil. 

Kann jeder ein digitales Produkt erstellen?

Ja. Ein klares Ja. Jeder besitzt das Potenzial ein erfolgreiches Online Business mit skalierbaren digitalen Produkten auf die Beine zu stellen. 

Es gibt viele Optionen. Schau dir an, was deine Stärken sind (du kennst ein Problem aus dem FF und auch die Lösung) und welche Möglichkeiten sich dir bieten, um daraus ein digitales Produkt zu erstellen, ein Service zu schaffen oder ein Sortiment zu erstellen. Du hast einen großen kreativen Raum und den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Nimm dir ein Blatt Papier und notier, egal wie verrückt es auch klingen mag, Ideen und kombiniere sie. 

Was benötige ich, um digitale Produkte zu erstellen?

Nicht viel. Eine Idee für ein digitales Produkt und technisches Equipment, welches vom digitalen Produkt abhängig ist. Was immer an Bord ist, ist dein PC oder dein Laptop. 

Oliver Pfeil ist seit Januar 2010 selbstständiger Internet-Unternehmer und Inhaber der Firma eBusiness Pfeil. Er hat sich auf die Themen WordPress, Online-Marketing und den Vertrieb digitaler Produkte im Internet spezialisiert. Auf seinem Blog hat er einen Artikel veröffentlicht, der allen Startern einen guten Überblick gibt: 

eBook erstellen

Ein E-Book muss nicht unbedingt auf irgendeine Art und weise kompliziert geschützt sein oder über eine bekannte Internetplattform wie Amazon verkauft werden. Möglich ist das natürlich, aber ich empfehle dir folgendes: Erstelle dein eBook mit einem ganz gewöhnlichen Textverarbeitungsprogramm und mache daraus eine PDF-Datei. Denn das PDF-Format kann auf jedem Endgerät gelesen und geöffnet werden. Damit machst Du es deinem Kunden sehr einfach, ein weiterer Pluspunkt also. Beginne mit dem Inhaltsverzeichnis. Dann hast Du eine klare Gliederung, wie dein Buch strukturiert sein soll. Auf Grundlage des Inhaltsverzeichnisses erstellst Du Kapitel für Kapitel dein neues Werk. Lass dir ein 3D-Cover erstellen, damit dein Produkt professionell dargestellt wird. Du kannst dein eBook natürlich mit einem Passwort schützen, wenn Du das möchtest. Vielmehr empfehle ich dir die Erstellung eines geschützten Mitgliederbereiches, wo das eBook heruntergeladen oder der Videokurs angesehen werden kann.

Audiokurs erstellen

Du kannst für einen Audiokurs zum Beispiel ein kleines Ansteckmikro verwenden, das Du an deinem Hemd/T-Shirt befestigst. Diese gibt kabellos oder auch mit Kabel, das letztendlich die Verbindung zu deinem PC oder Aufnahmegerät herstellt. Dazu gibt es einige gute Softwarelösungen, mit denen Du deine Aufnahmen speichern und zusammenschneiden kannst. Eine weitere Möglichkeit wäre, dein bestehendes eBook zusätzlich als Audiokurs aufzunehmen. Den Audiokurs kannst Du dann separat oder als Kombipaket zum Verkauf anbieten. Audiokurse werden mittlerweile sehr gerne z.B. beim Joggen, im Fitnessstudio oder beim Autofahren angehört. Das ist einfach praktisch und spart Zeit.

Videokurs erstellen

Einen Videokurs zu erstellen, ist einfacher als Du jetzt wahrscheinlich denkst. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, einen Videokurs zu erstellen. Möglichkeit 1: Du kannst das so wie ich in diesem Video mache, vor der Kamera stehen. Du benötigst dafür natürlich eine Kamera und eventuell ein externes Mikrofon. Möglichkeit 2: Du nimmst direkt deinen Bildschirm auf. Dazu gibt es spezielle Softwarelösungen, diese nennt man Screencapture-Software. Für den PC ist das Camtasia Studio eine gute Lösung.

Erste Anregungen für dein erstes digitales Produkt konnte ich dir hoffentlich hier geben. Die Artikel werden regelmäßig aktualisiert. Dieses Buch* ist wirklich sehr empfehlenswert, um das Thema weiter zu vertiefen.

Digital Entrepreneurship: Ein Praxisleitfaden für die Entwicklung eines digitalen Produkts von der Idee bis zur Markteinführung

 

 

 

 

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