Wie du mit einem Businessplan deine Idee vom (online) Business verwirklichen kannst

Wie du mit einem Businessplan deine Idee vom (online) Business verwirklichen kannst

November 15, 2021 0 Von onlinebusinessmagazin

Das Thema der Finanzierung der eigenen Businessidee – egal in welcher Phase (Gründung, Neustart oder Wachstum) ist eines der wichtigsten Fragestellungen. Je nach individueller Situation kann man die Familie oder Freunde fragen, was allerdings eines großen Vertrauensverhältnisses bedarf. Man kann Bürgschaftsbanken oder private Investoren kontaktieren.

Es gibt viele Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung wie etwa durch/mit Business Angels… Crowdfunding… Bankkredit… Venture- Capital…. Staatliche Förderungen… Inkubatoren… Freunde und Familie… Fast allen ist gemein, dass sie einen Businessplan (Geschäfts- oder Unternehmensplan) benötigen, damit sie dich unterstützen können.

Definition Businessplan

Ein Businessplan oder Unternehmens/Geschäftsplan fasst schriftlich ein unternehmerisches Vorhaben (eine Geschäftsidee) zusammen. Einen standardisierten Business/Geschäftsplan gibt es nicht! Sie sind so “unterschiedlich wie jede unternehmerische Initiative” und/oder die Gründer selbst! (Nagl, der Businessplan, 2020, XIX)

Welchen Zweck erfüllt der Businessplan?

Dein Businessplan erfüllt gleich mehrere Zwecke: Er gibt deiner Idee eine klare Struktur (was, für wen, wo, wie…), zeigt dir eventuelle Schwachstellen auf und er hilft, dein Projekt bis zum Ende durch zu denken. Er beschreibt, wie dein Einstieg in die Selbstständigkeit idealerweise ablaufen kann (inkl. Marketing, Kundengewinnung, Preise und Sichtbarkeit) und er  begleitet dich durch die ersten Monate nach der Gründung/Neuausrichtung.

Zudem hilft er potenziellen Geldgeber*innen, die ökonomische Machbarkeit und das Potenzial deines Vorhabens realistisch einzuschätzen. Einen professionellen Businessplan zu erstellen, lohnt sich also zum Beispiel bei ExistenzgründungUnternehmensnachfolge /kauf oder Neuausichtung des Unternehmens zur

– Beantragung von Fördermitteln oder Zuschüssen z. B. die Agentur für Arbeit.

– Finanzierung über die Bank (auch Förderbanken),  Investoren oder beispielsweise Crowdfunding.

Was steht alles in einem Businessplan drin?

Der Businessplan beleuchtet um 360 Grad alles, was rund um deine Businessidee und/oder dein Businesswachstum in Richtung next level wichtig ist. Dieses Bild gibt dir einen umfassenden Eindruck über alle wesentliche Inhalte eines Businessplanes.

 

Wie erstellt man einen professionellen, gelungenen und überzeugenden Businessplan?

Für den ersten Eindruck, gibt es keine zweite Chance.

Dein Businessplan ist ein wichtiges berufliches Dokument und sollte dieses auch nach außen hin diesen Eindruck wiederspiegeln. Denk immer daran: Für den ersten Eindruck, gibt es keine zweite Chance. Um möglichen Geschäftspartnern, Bankberatern und Investoren gegenüber von Anfang an professionell gegenübertreten zu können, darfst du auf folgende drei Faktoren achten:

  • Der Schreibstil: Deine Idee liegt dir verständlicherweise am Herzen, doch sollte dein Schreibstil und deine Ausdrucksweise unbedingt sachlich, nachvollziehbar, verständlich und professionell bleiben. Manche Formulierung wirkt latent naiv und weckt Zweifel. Je sachlicher Sie bleiben, desto überzeugender. Auch erkennbar Persönlichkeit ist wichtig – das ist klar. Aber sehr viele Menschen, die spirituell ausgerichtet sind und als spirituelle Heiler, Berater oder Coaches arbeiten möchten, nutzen Wörter wie “im Feld lesen” oder “5D”, die kaum einer, der damit keine oder wenig Berührungspunkte hat, nicht verstehen kann.
  • Der Aufbau: Niemand möchte lange nach entscheidenden Informationen suchen. Ich sage immer die Seite 1 ist die wichtigste Seite! Auf der Seite 1 findest du eine Zusammenfassung mit allen wichtigen Informationen. Diese Seite 1 ist einerseits sachlich fachlich und andererseits so spannend geschrieben, dass man Lust auf mehr bekommt. Ja, auf den ersten Blick mag das ein Widerspruch sein- ist es aber nicht. Die weiteren Seiten folgen einer klaren Gliederung. Der Plan verfügt über ein Inhaltsverzeichnis ggf. mit Ober- und Unterpunkten ein.
  • Das Design/Material/die Machart: Wer deinen Businessplan in Händen hält und/oder jetzt zu C.- Zeiten, die PDF öffnet, spürt sofort, wieviel Herzblut dabei ist. Wenn du es per Post versendest, dann verwende lieber hochwertiges Papier und eine geeignete Mappe. Bei dem Design kannst du klassisch aber auch ansprechend gestalten. Es muss nicht immer schwarz/weiß langweilig ist. Im Idealfall stellst du schon dort deinen USP heraus.

Was kostet so ein Businessplan und wie lange dauert es, diesen zu erstellen?

Je nach Zeit, Vorwissen, Umfang des Projektes und Vorarbeit zwischen 2 und 4 Wochen aber auch bis zu 6 Monaten.

Wenn du den Businessplan selbst erstellst, dann kostet dieser nichts. Kostenlose Vorlagen gibt es zu hauf im Internet. Doch allzu oft klappt es dann doch nicht mit den lang ersehnten Finanzen, weil jegliches Hintergrundwissen zur Erstellung fehlt. Für einen professionellen Businessplan, den man individuell 1:1 mit einem Berater/einer Beraterin kann man zwischen 4000- 6000€ einberaumen.

die häufigsten und auch schwerwiegendsten Fehler im Businessplan: 

Die meisten Menschen wollen den Businessplan so schnell wie möglich fertig stellen und in der Schnelle schleichen sich viele Fehler ein. Andere wiederum empfinden das Schreiben des Businessplanes als “lästiges Übel” in das sie nicht viel Zeit investieren wollen – auch das, kann man dem Businessplan später entnehmen. Und noch andere widerrum wissen gar nicht so genau, worauf se im Detail achten müssten oder was eigentlich Wichtig wäre und ihnen unterlaufen aus Unwissenheit Fehler. Vieles davon ist unnötig…

  • Fehler in der Aufbereitung der Informationen oder Analysen: Nimm dir Zeit für die Aufbereitung der Informationen. Sind diese fehlerhaft oder die Analysen falsch dargestellt, kann das große Auswirkungen haben. Falsch einegschätzte Marktpotenziale oder falsch eingeschätzte Mitbewerber kann deine Idee in ein völlig anderes Licht rücken. Wenn deine Idee aufgrund einer falsch interpretierten Statistik aufgebaut ist, stellt das eine große Gefahr für das gesamte Vorhaben dar.
  • Fehler in den Fähigkeiten und Kompetenzen: Viele Gründer*innen wägen sich in “Sicherheit” weil sie fachlich über sehr viele Kompetenzen verfügen. Das ist richtig und auch wichtig. Aber für ein erfolgreiches Busines braucht es mehr. Es braucht ein Unternehmer- Mindset oder Fähigkeiten, die in “schlechten Zeiten” das Business über Wasser halten werden.
  • Fehler bei der Identifikation von Risiken: Mögliche Risiken/Schwächen werden im Businessplan gerne mal verschwiegen, um nur die Chancen und Vorteile zu präsentieren. Manche schätzen dies auch falsch ein, weil es ihnen an dem dementsprechenden “rund- um- Blick” fehlt. Das kann sich jedoch als großer Fehler herausstellen – zum Beispiel für ein Gespräch, wo den Businessplan vorstellst und eine Frage die “kalt erwischt” oder wo der “Markt dich kalt erwischt”. Im Grund gleicht es einem Selbstbetrug. Es ist immer sinnvoll, sich darauf einzustellen und entsprechend zu reagieren zu können, als vollkommen unvorbereitet getroffen und haben keine Strategie parat, um die Situation zu meistern.
  • Fehler bei der Geschäftsidee: Eine rundum gelungene Geschäftsidee muss nicht immer ellenlang beschrieben werden, hochkomplex oder kompliziert sein und auch nicht immer innovativ. Sie sind entweder “neuartig”, “originell” und “lösungsorientiert”. Die beschriebene Geschäftsidee darf direkt klar, verständlich sein und direkt überzeugen und begeistern. Die beste Reaktion ist ein ernst gemeintes Genau darauf hat die Welt gewartet! oder auch Das löst wirklich ein großes Problem! Schwierig wird es, wenn wird es, wenn einem nur ein müdes Und das soll funktionieren? oder schlimmer noch ein kritisches Das gibt es doch schon, oder? entgegnet wird. Mach dir also Gedanken dazu, welchen Nutzen deine Geschäftsidee anderen wirklich bringt!
  • Fehler in den Finanzen: Wer in der Finanzplanung Fehler begeht, sei es zum Beispiel bei der Kapitalbedarfsplanung oder bei der Preisgestaltung, steht vor wirklich großen Problemen. Eine schlechte oder schlichtweg falsche Kalkulation, kann innerhalb einer kurzen Zeit in eine Insolvenz führen, wenn die Kosten viel größer als erwartet und die Einnahmen viel zu gering sind.

Fazit: Dein Unternehmensplan oder Businessplan ist richtig starkes Instrument, wenn du es richtig einzusetzen und zu gestalten weißt. Der Aufwand lohnt sich alle Male – nicht nur wegen der Finanzen.

 

Zur Autorin: Daniela Götte ist studierte Ökonomin. Seit 2012 ist die 3 fache Mama selbstständig. Sie erstellt Businesspläne mit und für ihre Kundinnen und/oder begleitet Frauen dabei, ein erfolgreiches Business aufzubauen. Hier kommst du zu ihrer Webseite.